Autor: Christian Wilfer | Permalink

…das stellt Anne bei ihrer alljährlichen Leserumfrage zum Viral Marketing fest.
Es gibt eine eindeutige Diskrepanz zwischen Marketing-Verantwortlichen, die Erfahrung mit viralen Kampagnen haben und denen ohne, obgleich die Newbies eine Relevanz solcher Maßnahmen für sich erkannt haben. So planen insgesamt 57% der Befragten eine virale Kampagne im laufenden Jahr 2007.

Wo genau liegen jedoch die Unterschiede?

13% der VM-Neulinge erhoffen sich einen direkten Einfluss auf ihre Verkaufszahlen, während erfahrene Marketeers es als ersten Schritt zur Förderung ihrer Kundenbeziehungen sehen oder eine markenbildende Kampagne schaffen wollen, die letztlich auch zu Verkäufen führt.

Erfahrene Nutzer greifen bei Kampagnen zu unterschiedlichen viralen Containern und verlassen sich nicht nur auf ein Medium – eine Einsicht, die Neulinge häufg noch nicht gewonnen haben.

Außerdem schätzen erfahrene Nutzer das Budget wesentlich realistischer ein. Die Beträge, die Debütanten für Viral Marketing Kampagnen auszugeben bereit sind, liegen meist um ein vielfaches unterhalb dessen, was erfahrenen Nutzer ausgeben.

Die gesamten Ergebnisse mit Charts gibt es hier: MarketingSherpa

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Autor: Kapitän | Permalink

Umsätze von 1.5 Millionen US$ bereits im dritten Geschäftsjahr, über 300 % Wachstumsrate und ein frischer Distributionsdeal mit Wal-Mart – man könnte meinen, bei der kleinen Düngemittelfirma TerraCycle sei alles in bester Ordnung.

Ist es auch, obwohl das Start-Up gerade vom marktbeherrschenden Konkurrenten „Scotts“ verklagt wird. Aber in der großen amerikanischen Tradition, „Limonade zu machen, wenn das Leben einem Limonen serviert“, dreht Scott das eigentlich negative Ereignis in ein Positives um – und macht ein Lehrstück für virales Marketing und Fan-Management daraus – „psychologische Macht 2.0“ könnte man es nennen.

Auf einem spontan aufgesetzten Blog namens suedbyscotts erklärt das kleine Unternehmen nämlich die eigene David-vs-Goliath-Geschichte, setzt dabei noch seine ökologisch überlegenen Düngeprodukte in Szene und schafft es überdies, mit einem Vergleich der beiden Unternehmen klar Sympathie-Punkte für sich selbst zu gewinnen. So verspottet man den klagewütigen Konkurrenten etwa, indem man die Firmen auf ungewöhnliche Art und Weise in einer Tabelle miteinander vergleicht: Während die „sonstigen Vergütungen“ des eigenen Vorstandsvorsitzenden aus „unbeschränkter Menge an Wurmkacke“ (so bezeichnet man das eigene Produkt ganz ungeniert und präzise) bestehen, hat der Scotts CEO die „private Nutzung des Firmenjets, Kosten pro Jahr $555,465“ zu verantworten.

Obwohl der Blog es nun durch subtilen Witz und diverse memetische Trigger („Selbstidentifikation“, „Selbstironie“ und „Verletzung der Seh- und Hörgewohnheiten“) in die Massenmedien geschafft hat (etwa zu CBS Evening News, CNN, CNBC, ins Wall Street Journal oder zu Business Week), ist das nicht das eigentlich beeindruckende der Firmengeschichte. Viel cleverer ist eigentlich, mit welch genialen psychologischen, in das Produkt eingebauten „Haken“ sich TerraCycle den Markt erschließt:

Da wäre zum Beispiel zunächst der in die Produktbeschreibung integrierte memetische Haken „Wormpoop“: Indem man den Inhalt des Produkts konsequent und korrekt als „Wurmpupse“ bezeichnet, gewinnt man sofortiges Verständnis und einen Konversations-Eröffner. So können schon Kinder verstehen, worum es bei dem Produkt geht – und bei Erwachsenen löst der Name ebenfalls mehr Diskussionen unter Nachbarn aus als „Guano“ oder ähnlich rund-geschliffene Umschreibungen. Trifft man sich etwa bei der Gartenarbeit und der Nachbar wirft einen Blick auf das Etikett, ist die Empfehlung quasi ins Produkt eingebaut.

Außerdem wird Ökologie nicht nur pro Forma ernst genommen, sondern bis in die letzte Konsequenz gelebt. Besonderer Aufhänger hier: TerraCycle verpackt sein Produkt ausschließlich in alte PET-Flaschen von Coke, Pepsi etc.
Pet Flaschen
Diese werden von Kindergärten und Umweltschutzverbänden eingesammelt und an die Firma geschickt, die dafür 5 Cent pro Flasche an Vergütung bezahlt – und dann einfach nur eine biologisch abbaubare Banderole mit dem eigenen Label darauf klebt. Auch hier schafft man eine implizite Fanbasis (alle „Mitmacher“), deren Loyalität auf der Hand liegt – egal ob man nun an den Hawthorne-Effekt glaubt oder nicht.

Überdies ergibt sich aus den recycelten Flaschen ein toller Sekundäreffekt, der eigentlich psychologisch noch wichtiger ist als der Primäreffekt: Das bunte Sammelsurium von Verpackungen „unter gleicher Flagge“ sticht aus uniformen Düngemittel-Regalen heraus wie eine Sammlung von Muscheln in einer Ausstellung von Betonblöcken, Oben drauf kommt, dass der unregelmäßige, organische Look der verschiedenen Flaschen ein exzellentes Priming im Themenumfeld „Pflanzen“ ist. Aussehen tut das Ganze dort in etwa so:
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Shopper bei Wal-Mart werden sich also wundern dürfen und sowohl in Bezug auf Neugier als auch „positives Bauchgefühl“ aktiviert werden. Bereits jetzt wird über das ungewöhnliche Produkt und seine ungewöhnliche Verpackung übrigens auf hunderten Blogs berichtet. (z.B. Popgadget, cherryflava.com oder nowpublic.com oder weitere)

Quelle: adage.de

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Autor: Christian Wilfer | Permalink

Mein Name ist Christian Wilfer. Seit April ‘07 verstärke ich das DSG Team im Bereich Marketing-Strategie und -Konzeption. Bei Viralmarketing.de blogge ich über klassische Marketing Themen, interessante Erhebungen, Entwicklungen und Fakten aus dem Social Web sowie kommende Marketingtrends die mir über den Weg laufen. Mein besonderes Interesse gilt Corporate Blogs in jeglicher Form und den Möglichkeiten des Community Marketings. “Märkte sind Gespräche!” In diesem Sinne freue ich mich aufs Bloggen und vor allem auf Euer Feedback.

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Autor: Kapitän | Permalink

Einfach mal aufs Bild klicken und die eigene Meinung bilden…

Echte Menschen?

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Autor: Kapitän | Permalink

Folgende Situation: Da steht eine schöne Tramperin am Straßenrand und wartet auf eine Mitfahrgelegenheit. Was für eine Chance – denn Sie sind gerade in Ihrem Opel Corsa von ‘92 unterwegs und Fakt ist: Schöne Frauen steigen nur sehr selten bei Ihnen ein (aber das liegt nicht nur am Auto…) Dann endlich sitzt die Gute neben Ihnen. Und Sie? Sie bringen angesichts Ihres debütantenhaften Gebrabbel-Sabber-Small-Talks kein vernünftiges Gespräch zustande.

Nicht verzagen, dank zwei gewiefter Geschäftsmänner naht jetzt die Rettung in Form eines roten Punktes – und welche Wirkung der auf Tramperinnen hat, erklärt Johnny dem Rodriguez hier:

Johnny und Rodriguez, zwei im 70er Jahre Look gestylte Möchtegern-Luden aus Wo-zum-Teufel-liegt?-Bärenbach, haben sich aufgemacht, um uns von unserer Hauptstadt aus mit einer viralen Kampagne Produkte zu verkaufen, die weder Sie noch ich jemals brauchen werden. Und doch machen diese kuriosen, lustigen kleinen Episodenfilme à la Badesalz Lust, Lust, Lust auf diese völlig unnötigen Produkte. Ich habe auch schon überlegen müssen – die Krawatte ist nicht nur cool, sondern auch praktisch. :-) Aber werden Johnny und Rodriguez mit ihrem Witz genug Kult schaffen, um wirklich Kohle abzugreifen? Ich bin positiv eingestellt, denn die Toni Italiano Kuckucksuhr ist schon vergriffen… (oder gab’s die etwa nie?)

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Autor: Kapitän | Permalink

In der letzten Zeit sahen Sie auf diesem Blog oft ein Standbild, während gute Themen vorbeiflackerten. Der Grund: Meine ständigen Reisen, auf denen ich kaum zum Bloggen kam. Jetzt kommt wieder Bewegung in die Sache: Aus dem Pool der Agentur Dialog Solutions habe ich zwei neue Autoren rekrutiert, die mit ihrem individuellen Stil und ihrem höheren Zeitkontingent diesen Blog bereichern werden.

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Christina gibt den Lesern in Zukunft einen Überblick über die interessantesten und kuriosesten viralen Container, die ihr täglich über den Weg laufen. Freuen Sie sich dabei schon im Vorfeld über die einzigartigen und oftmals surrealen (weiblichen…) Perspektiven, aus denen sie semi-eindeutige Werbung, Streetstyle-Virals und künstliche Trends beleuchtet. Als Mitglied des DSG-Redaktionsteams hat sie überdies oftmals einen Blick hinter die Kulissen abgefahrener Spots und ist sich auch nicht zu schade, diesen auf diesem Blog zu teilen… Oder zumindest teuer zu verkaufen.

Christian ist unser residenter Neueinsteiger, der an der FH Münster über Corporate Blogs diplomiert hat. In unserem Autoren-Prätest überzeugten mich vor allem sein kühler Blick auf heißgeredete Themen, seine faktenorientierte Beurteilung echter Hotspots, und seine Einsichten über die Interdependenzen zwischen klassischem, viralem und Blog-Marketing.

Ich heiße die beiden neuen Autoren hier herzlich Willkommen und bitte alle Leser, ganz viel Feedback auf deren erste Artikel zu hinterlassen. Mir als Hauptautor ist dabei natürlich negatives Feedback, das den “scharfen Kontrast zwischen der fundierten Qualität von Markus Roders Artikeln und den dilettantischen Gehversuchen der neuen Jungspund-Blogger” aufgreift, am liebsten. Ich bin einfach ein eitler Mensch ;) .

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Autor: Kapitän | Permalink

Noch erinnern wir uns alle, wie Deutschlands Kreativ-Guru Jean Remy von Matt mit dem Satz in einer internen Mail „Blogs sind die Klowände des Internets“ für Aufruhr in über 40 Sprachen sorgte – selbst die „Times“ staunte. In der neuesten Ausgabe der Werberbibel „Horizont“ stolpert er über Viral Marketing und YouTube – dabei setzt er gut an. Mit der Erkenntnis, dass im Feld des viralen Marketings viel Etikettenschwindel betrieben wird. Das ist zweifellos richtig. YouTube, so argumentiert von Matt, sei heute zu einem “Massengrab des Marketings” für abertausende Filmchen geworden, die einfach nicht ansteckend sein wollen. So weit, so gut. Doch dann verirrt er sich ein wenig und erklärt virale Filme an sich zum Massengrab des Marketings.

Sicher? Wenn auch nur ein Werber tatsächlich glaubt, es reicht, ein Filmchen zu schießen und unter 80.000 hochgeladenen Videos am Tag auf YouTube zu stellen, sollte er den Job wechseln oder mich anrufen. YouTube ist schließlich genauso wenig virales Marketing wie weiße Loafer der ADC

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Konzentration, Jean.

Gefunden bei: off-the-record

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